Während der Klausurtagung der Landesreferenten und des Vorstandes im Januar 2026 haben wir uns erneut zusammengesetzt, um den politischen Akteuren im Vorfeld der kommenden Landtagswahl auf den Zahn zu fühlen. Nach intensiver Diskussion und reiflicher Überlegung haben wir diesmal sieben zentrale Themenbereiche – unsere Fragen zur Landtagswahl – definiert. Diese orientieren sich eng an unserer Satzung und dem Zweck unseres Landesverbandes. Unser Ziel ist dabei unverändert: Wir betreiben keine Parteipolitik, sondern verstehen uns als starke Lobby für die uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen sowie für alle Kolleginnen und Kollegen im Arbeitsfeld der Sonderpädagogik. Insofern wird es Sie nicht verwundern, dass wir weniger nach allgemeinen Schulsystem-Debatten gefragt haben, sondern ganz konkret wissen wollten: Wie steht es um die personelle Absicherung der Inklusion? Wie begegnen die Parteien der Situation von „Systemsprengern“ oder traumatisierten Schülern? Und wie wird sichergestellt, dass digitale Bildung nicht an Barrieren scheitert?
Von der Diagnostik über die flächendeckende Expertise bis hin zum Übergang in den Beruf haben wir detaillierte Unterfragen gestellt, um belastbare Aussagen zu erzwingen. Wir wollten wissen: Welche Konzepte gibt es für multiprofessionelle Teams? Wie wird die Mobilität zu Förderzentren gesichert? Und wie sieht die Qualifizierung für Seiteneinsteiger aus?
Wir haben die Fraktionen und bildungspolitischen Sprecher der Parteien AfD, BÜNDNIS 90 /DIE GRÜNEN, CDU, Die Linke, FDP und SPD mehrfach angeschrieben und sie gebeten, uns kurz und prägnant ihre Positionen darzulegen. Das Einholen dieser Antworten war – wie schon in der Vergangenheit – ein Geduldsspiel. Es antworteten auch nicht alle Parteien. Die erhaltenen Antworten haben wir in Tabellenform zusammengefasst und im Folgenden dargestellt.